


Nach einer langen, feuchtfröhlichen Partynacht gab es von Uli Hoeneß den Treueschwur für Double-Trainer Niko Kovac. Der Präsident stimmte nach der Rückkehr aus Berlin am Sonntag in das Votum des Fanvolkes („Mia san Kovac“) ein und beantwortete beim Empfang des deutschen Fußball-Meisters und DFB-Pokalsiegers auf dem Münchner Marienplatz die Frage, ob der 47 Jahre alte Kroate auch in der kommenden Saison Trainer bleibe, unmissverständlich: „Hundertprozentig ja!“ Dazu gab es vom Vereinspatron als Saisonnote eine „1 minus“.




cruz napisao:Kako 1-?
Od kada se u Bayernu trener mjeri po trofejima?
Sve neke kritike cijelo vrijeme i sada su svi pro_kovač?![]()
Licemjerno.
A ova izjava Rummeniggea? Pa šta on misli da su ljudi stvarno toliko glupi?


melodyne napisao:Covek osvoji sva tri domaca trofeja i dobije 1-. Uli i ti i Kalle u tri lepe.



ivan napisao:Netko je zamjerio prije dan-dva forsiranje obrambene igre a činjenicu da nam svatko može dat gol i da nema presinga. Pa jel na terenu trener ili igrači?![]()

Ich rede nicht lange drum herum. Ich mag Kovac nicht. Es gibt Menschen, die sind einem sofort sympathisch. Lizarazu war so einer. Makaay. Robben. Elber. Martinez. Ribery. Laudrup. Neuer. Die haben mein Fanherz in der ersten Sekunde gewonnen. Und dann gibt es Menschen, die mag man von der ersten Sekunde an nicht. Kovac ist so einer. Ich mochte ihn als Spieler nicht, und hoffte so sehr, dass er nicht zu uns kommt. Als seine Verpflichtung perfekt war, wollte ich ihm eine zweite Chance geben. Und am Anfang ging es noch. Da sagte ich mir, dass er gar nicht so übel ist. Nicht meine Wellenlänge, aber ganz okay. Die Wochen vergingen und ich tat mir immer schwerer mit ihm, bis ich wieder an den Punkt ankam, an dem mir klar war: Ich mag ihn nicht. Seine Art wie er sich gibt, wie er über meinen Verein spricht und ihn repräsentiert, ich mag nicht wie er über den Gegner spricht. Ich will ihm einfach gar nicht zuhören.
ABER: Damit könnte ich leben, wenn er mich fachlich überzeugt. Wenn er ein Konzept hätte. Wenn er die Spieler besser machen würde. Wenn er eine Philosophie hätte. Wenn er eine Vision mit uns hätte. Wenn er die Jungen fördert. Wenn die Mannschaft in Summe stärker wäre als die individuelle Klasse der Einzelnen. Wenn ich ihm zutrauen würde, eine schlagfertige Mannschaft zu formen, die ein würdiger Nachfolger der Robbery-Elf ist. Die im wahrsten Sinne des Wortes angreifen kann. Dem ist aber nicht so.
Dass Kovac sich Double-Sieger nennen kann, liegt aus meiner Sicht daran, dass die Mannschaft Charakter bewiesen hat und vieles selbst regelte - wie das Treffen vor eineinhalb Wochen aufzeigt. Ich glaube, die Spieler haben sich so manches Mal eingeschworen und gesagt, dass sie ausblenden müssen, was Kovac sagt, dass sie ausblenden müssen, dass sie mit ihm nicht können, dass es um den Verein geht, um den Erfolg der Mannschaft und jedes Einzelnen - und vielleicht sogar, dass sich alles andere schon regeln lasse nach der Saison.
Ich verstehe schon die Fans anderer Vereine, die fassungslos darüber sind, wenn Bayern-Fans nach der Saison unzufrieden sind. Aber es geht mir nicht ums Double. Es geht mir um die Freude, die mir Bayern macht. Mit herzerfrischendem Fußball. Mit Spielern und Verantwortlichen, mit denen ich mich identifizieren kann, die mich immer wieder aufs Neue voller Stolz und Fanliebe sagen lassen: Das ist mein Verein. Das ist mein Bayern. Ich erinnere mich an die Saison 92/93, als uns Bremen zwei Spieltage vor Schluss noch abfing. Ich war enttäuscht, aber das waren meine Bayern. Oder als wir 1994/95 nur Seschter wurden. Was waren wir auswärtsschwach. Wir verloren in Freiburg 1:5. Aber das waren meine Bayern. Ich erinnere mich, wie wir 2009 in Barcelona 0:4 verloren, völlig chancenlos waren. Aber das waren meine Bayern. Und heute schlagen wir Frankfurt mit 5:1 und sind Meister, aber so wirklich aus tiefsten Herzen freue ich mich nicht. Heute schlagen wir Leipzig im Pokalfinale und holen das Double, aber es packt mich nicht.
Also nein, es geht mir nicht um Erfolg. Und ein Trainer muss mir auch nicht sofort oder überhaupt sympathisch sein. Ich mochte Hitzfeld nicht, als er zu uns kam. Aber ich liebte den Fußball, den er spielen ließ und schloss ihn sehr bald ins Herz. Plötzlich liebte ich ihn genau dafür, für das ich ihn als Dortmund-Trainer ablehnte. Ich mag einfach nicht, was Kovac aus uns als Verein macht. Wie er sich verhält, wenn es nicht läuft, der Eindruck, dass er nur bei uns Trainer ist, weil er mal kurz bei uns war - und schon damals war seine Verpflichtung völlig sinnentleert. Der Eindruck, dass wir einen Trainer haben, der nicht das Beste aus sich rausholt, den es gar nicht um Bayern München sondern um sich geht.
Wisst ihr noch, Louis van Gaal? Vor dem Spiel bei Juventus? Hätten wir da nicht gewonnen, wäre er rausgeflogen. Er blieb seiner Linie treu, weil er wusste, dass es die richtige für die Mannschaft und den Verein war, weil er wusste, dass die Mannschaft für ihn durchs Feuer gehen würde. Er blieb dabei, dass Schweinsteiger als Sechser spielt. Er blieb dabei, dass Lahm Rechtsverteidiger spielt. Er blieb bei seinem Müller spielt immer. Er blieb dabei, dass Klose nicht in sein System passte. Wir gewannen in Turin. Am Ende hätten wir fast das Triple geholt; und es war der Grundstein für das Triple drei Jahre später.
Und wie reagierte Niko Kovac, als es um seinen Job ging? Er verkaufte die Mannschaft. Er beendete sein "Projekt" mit Sanches, stellte die Rotation ein, ging den Weg des geringsten Widerstands. Lisa Müller beschwert sich über mich? Na dann lass ich den Thomas mal lieber spielen. Genau darum hat Kovac hier nichts entwickelt. Weil er immer die Sicherheitsvariante vorzog. Weil es ihm immer nur um ihn ging. Den kurzfristigen Erfolg. Darum, weitermachen zu dürfen. Was auch heißt, dass er hinter dem, was er uns bei den Vertragsgesprächen erzählt hat, nicht gestanden ist. Es ging ihn nur darum, den Job zu kriegen, wie es ihm seither nur darum geht, den Job zu behalten. Wir gewinnen nur 5:4 gegen Heidenheim? Na da hätten die Jungs doch lieber mal Beton angerührt. Wir spielen nur 1:1 in Nürnberg? Die Spieler sind eben wie kleine Kinder, man muss es ihnen immer wieder sagen, was sie zu tun haben. Wir bringen gegen Liverpool in 180 Minuten nur zwei Torschüsse zustande? Die sind ja auch verdammt gut. Bei jedem Rückschlag war immer die Mannschaft Schuld, die nur 08/15 gab, zu wenig Herz zeigte. Und da wundert er sich, dass die Mannschaft nicht mit ihm feiern mag?
Hätte Kovac in dieser Saison die Jungen forciert, was entwickelt, gezeigt, dass eine langfristige Idee hat - mir wäre es wurscht gewesen, wenn Dortmund Meister geworden wäre. Ja mei, irgendwann geht die Serie halt zu Ende; dann halt jetzt. Es hätte mir gefallen, wenn er mal einem Jeong eine Chance gegeben hätte, oder taktisch was probiert hätte. Aber er wählte immer die Sicherheitsvariante. Der Mann hat keine Eier, der Mann hat zu viel Angst davor, einen Fehler zu machen als die Chance zu sehen, was richtig zu machen. Darum hat er Goretzka gepusht, weil der mit seinen Schuss für ein paar Tore gut ist - aber dass ein James uns so viel mehr geben kann, das hat er ignoriert, weil er unser Spiel nur indirekt beeinflusste.
Es graust mir davor, den Umbruch mit Kovac anzugehen, ich wäre nicht überrascht, wenn er bei der Verpflichtung von Spielern eher auf die Bremse tritt - nach dem Motto: Wo sollen die alle spielen? Wie soll ich das handhaben? Da haben wir ja permanent sieben unzufriedene Spieler! Wir brauchen aber ebenen einen Trainer, der Chancen erkennt, der die Spieler erreicht, der den Spieler sagt, warum sie nicht spielen - weil sie beim nächsten, viiiel wichtigeren Spiel unverzichtbar sind. Wir brauchen einen Trainer, der uns und unseren Anspruch als Verein versteht. Pep hat immer gesagt: Ich weiß, alles außer dem Triple ist nicht genug. Er hat es nie erreicht mit uns, aber er hat es immer gewollt und er wusste, dass wir nach unseren Erfolgen in diesem Jahrzehnt mit dem Halbfinale nicht mehr zufrieden sind, selbst trotz Double nicht. Kovac dagegen spielt das Achtelfinalaus runter, badet in Stolz und Zufriedenheit über Meisterschaft und Pokalsieg und erkennt nicht, dass dies ob der mangelnden Stabilität und/oder Klasse der Konkurrenz nichts sonderlich Großes war. Er blendet aus, dass wir nicht aus der eigenen Stärke heraus Meister wurden, sondern weil Dortmund gegen Hoffenheim ein 3:0 und gegen Bremen ein 2:0 aus der Hand gab.
Wir waren in diesem Jahrzehnt auf Augenhöhe mit Real und Barca, teils sogar vor ihnen, teils knapp hinter ihnen. Wir haben das Potenzial, dass es ähnlich weitergeht. Aber dann muss man auch danach streben, das als Ziel formulieren - im Wissen, dass einem das angreifbar macht, dass bei einem Verpassen der internationalen Ziele der Job weg ist. Aber nur wenn man diese Ziele annimmt und formuliert und sie es sind, die einem antreiben, hat man es verdient, Trainer vom FC Bayern München zu sein. Dem Klub von Franz Beckenbauer, Werner Olk, Sepp Maier, Gerd Müller, Bulle Roth, Paul Breitner, Karl-Heinz-Rummenigge, Lothar Matthäus, Oliver Kahn, Bixente Lizarazu, Mehmet Scholl, Stefan Effenberg, Giovane Elber, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Roy Makaay, Franck Ribery, Arjen Robben, Manuel Neuer, Thiago, David Alaba, Mats Hummels. Nur wenn man begreift, welches Erbe man hier als Trainer annimmt - das von Udo Tschik Cajkovski, Udo Lattek, Pal Csernai, Jupp Heynckes, Giovani Trapattoni, Ottmar Hitzfeld, Louis van Gaal und Pep Guardiola - nur dann begreift man, was hier seine Aufgabe ist: Eine Ära zu prägen. Zugegeben, das können nicht viele, aber nur diejenigen, die es versuchen, können dabei auch erfolgreich sein. Wir brauchen keine Trainer, die verwalten, die unsere Gegner großreden, die unsere Möglichkeiten kleinreden, die Ausflüchte suchen, deren Anspruch weniger als das Beste, das Größte, das fast Unerreichbare ist. Denn das ist die Mission dieses Klubs seit nunmehr über einem halben Jahrhundert.
Wäre Cajkovski so gewesen, wir wären in den 60ern vielleicht nie aufgestiegen und Spieler wie Maier, Müller und Beckenbauer hätten den Verein verlassen. Wäre Cajkovski zufrieden mit dem Aufstieg gewesen und hätte die Gegner überhöht und uns kleingeredet, wir hätten 1966 niemals den Pokal und schon gar nicht 1967 den Europapokal der Pokalsieger gewonnen. Wäre Cajkovski so gewesen, hätte er nicht auf die Jungen gesetzt, genauso wenig wie Udo Lattek, der 1970 einen gewissen Ulrich Hoeneß, damals 18 Jahre alt, nach München holte, obwohl der bei einem Amateurverein spielte und auch Paul Breitner verpflichtete, auch nur 18 Jahre alt. Zwei Jahre später waren beide Europameister, vier Jahre später beide Weltmeister. Versteht ihr, was ich meine? Wir brauchen einen Trainer, der das große Ganze sieht und das Große will.
Wer also sagt, das Kovac hier nichts kaputt macht, nichts aufhält, der sieht unsere Möglichkeiten nicht. Der sieht nicht, wie ein falsch eingeschlagener Weg auf Jahre, ja manchmal Jahrzehnte nachwirken kann. Mit den verpassten Chancen. Mit den verratenen Prinzipien. Nein, der sieht nicht, wer wir sind. Eine Ära ist gestern zu Ende gegangen. Ribery und Robben sind Vergangenheit. Wir werden nie mehr zwei Spieler wie sie haben. Die beste Flügelzange der Welt. Vielleicht aller Zeiten. Aber wir können wieder Großes aufbauen. Wieder Großes leisten. Mit neuen Spielern. Neuen Mut. Neuer Entschlossenheit. Neuer Stärke. Neuer Qualität. Neuer Gier.
Darum, und nur darum, bin ich gegen Kovac. Weil er all das nicht hat und nie haben wird. Und je länger er hier wirken darf, desto mehr werden das manche bei uns vergessen und damit vergessen, wer wir sind. Darum schließe ich mit den Worten: Ich will mein Bayern zurück.
https://www.transfermarkt.de/niko-kovac-trainer-/thread/forum/10/thread_id/1928797/page/2218#anchor_8136021


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