Ako nekoga zanima interview sa Christianom Seifertom (DFL)
http://www.bild.de/bild-plus/sport/fuss ... .bild.htmlV on MARC SCHMIDT und WALTER M. STRATEN
BILD: Mit Bayern, Schalke, Dortmund und Leverkusen stehen vier deutsche Klubs im Achtelfinale der Champions League. Ziehen wir jetzt endlich an der englischen Premier League vorbei?
Christian Seifert (44), der Vorsitzende der Geschäftsführung der deutschen Fußball Liga: „Das ist ein schönes Zwischenergebnis, über das sich alle Fans der Bundesliga freuen dürfen. Als eine der Top-Ligen sollte es aber auch der Anspruch sein, dass mindestens drei Klubs die Vorrunde überstehen. Aber: Schon aufgrund der enormen Wirtschaftskraft der Premier League wird es in den nächsten Jahren schwer, die Engländer zu überholen. Das ist auch nicht das Hauptziel der Liga.“
Vergrößern Christian Seifert mit den BILD-Redakteuren Schmidt (l.) und Straten Interview in der Frankfurter DFL-Zentrale: Christian Seifert mit den BILD-Redakteuren Schmidt (l.) und Straten
Foto: Heiko Rhode
BILD: Die Meisterschaft ist gefühlt schon für den FC Bayern entschieden. Warum geben Sie dem Vizemeister nicht wenigstens eine kleine Schale – als Bestem vom Rest?
Seifert: „Das ist für mich eine totale Pseudo-Diskussion. Derzeit spielt mit dem FC Bayern das beste Team der Welt in der Bundesliga. Das ist für die Fans doch großartig. Auch die Zuschauer-Tabelle lügt nicht. Zu jedem Spiel kamen bisher im Schnitt über 43 000 Fans, alle wichtigen TV-Sendungen laufen besser als im Vorjahr. Dabei war es ja schon 2012/2013 angeblich die langweiligste Saison der Bundesliga-Geschichte.“
BILD: Müssen die Bayern in eine Europa-Liga, wie es Olli Kahn und Felix Magath gefordert haben?
Seifert: „Solche Ideen sind albern. Würde man so eine Europa-Liga einführen, dann kollabiert die Bundesliga und mit ihr alle anderen europäischen Ligen. Das hätte auch negative Auswirkungen auf die Nationalmannschaften.“
BILD: Kann sich die Bundesliga einen möglicherweise wegen Steuerhinterziehung inhaftierten Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß leisten?
Seifert: „Ich finde solche Spekulationen unmöglich. Außerdem hat die DFL weder das Recht noch das Interesse, sich damit zu beschäftigen. Persönlich meine ich, dass niemand den Fall benutzen darf, um ein Exempel zu statuieren. Uli Hoeneß sollte in seinem Gerichts-Verfahren keine Vorteile durch seine Prominenz genießen, aber er darf auch keine Nachteile dadurch haben.“
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Vergrößern Uli Hoeneß: Bringt ihn dieser Mann in den Knast?
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Ende Juli erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Uli Hoeneß wegen Steuerhinterziehung. Nach einer Selbstanzeige im Januar wurde zuvor im März Haftbefehl erlassen. Seitdem ist der Bayern-Präsident gegen eine Kaution von mehreren Millionen Euro auf freiem Fuß
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Foto: Getty Images
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BILD: Muss Dresden wegen der immer wiederkehrenden Gewalt-Exzesse von Fans aus der 2. Liga ausgeschlossen werden?
Seifert: „Das wäre nach den Statuten theoretisch denkbar, ist aber derzeit der falsche Ansatz. Ein Liga-Ausschluss würde das Problem nur verlagern. Aber die Klub-Verantwortlichen müssen sich fragen, ob sie wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Das gleiche gilt allerdings auch für andere Akteure in Sicherheitsfragen. Es braucht einen klaren und nachvollziehbaren Strafenkatalog, der bei Grenzüberschreitungen zügig zur Anwendung kommt.“
BILD: Werden Spiele in Zukunft von Polizeibehörden oder Innenministern wegen „Gefahr in Verzug“ abgesagt?
Seifert: „Es gab im Fußball kein flächendeckendes Gewaltproblem, und das gibt es auch heute nicht. Es wäre eine Bankrotterklärung gegenüber wenigen Gewalttätern für alle Beteiligten, wenn Innenminister Spiele verbieten müssten. Diese Gefahr sehe ich allerdings nicht, da die Innenministerkonferenz gerade erst die Aktivitäten von Vereinen und Verbänden begrüßt hat.“
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BILD: Die Fifa hat überraschend die Weltfußballer-Wahl verlängert. Wird Franck Ribéry um den Titel betrogen?
Seifert: „Ronaldo ist fraglos ein Wahnsinns-Fußballer. Aber er hat keinen wichtigen Titel gewonnen. Und das gehört dazu. Ich wünsche Franck Ribéry den Titel. Aber es sind genau solche Vorgänge wie jetzt bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres, die dazu führen, dass viele der Fifa misstrauen.“
BILD: Ist die DFL nach dem Phantom-Tor aufgewacht und führt zur neuen Saison die Torlinien-Technik ein?
Seifert: „Ein Phantom-Tor fällt in der Bundesliga statistisch gesehen alle 50 Jahre. Deshalb die Torlinien-Technik einzuführen, wäre nicht sehr schlau. Es geht darum, ob man besser verhindern kann, dass es zu sportlichen Ungerechtigkeiten kommt. Denn die können große Konsequenzen für die Klubs haben. Damit beschäftigen wir uns als DFL intensiv und bereiten die Entscheidung der Klubs vor Saisonende gewissenhaft vor.“
BILD: Liegt Uefa-Boss Michel Platini daneben, wenn er die Einführung der Zeitstrafe fordert?
Seifert: „Michel Platini hatte in letzter Zeit viele Ideen – diese ist eine der besseren. Als Zwischenschritt vor Gelb-Rot kann eine Zeitstrafe überlegenswert sein.“