








Als Stürmer-Star Robert Lewandowski seine Unterschrift unter einen 5-Jahres-Vertrag beim FC Bayern setzte, schrieb „bettyschlange77“ bei Twitter: „Ja genau. Einfach mal alles einkaufen was evt. Gegner bedeutet.“
Dabei ist völlig wurscht, wer „bettyschlange77“ sein mag – er oder sie beschreibt nur sehr klar das größte Vorurteil, das dem FC Bayern seit Jahrzehnten anhaftet.
Und das sieht ungefähr so aus: Einmal im Jahr schaut man sich in München die Tabelle an. Man überlegt, wer einem möglicherweise gefährlich werden könnte. Schwups, kauft man diesem Klub den besten Spieler weg. Und schon ist die Meisterschaft auch fürs nächste Jahr gesichert...
Vergrößern Durch die Bäckerei zum Vertrag: Lewandowski: Irres Versteckspiel am ersten Bayern-Tag
Von Dortmund zu den Bayern Das ist Robert Lewandowski
Noch Gegner, ab nächster Saison Mitspieler: Lewandowski und Bayern- Verteidiger Jerome Boateng beim 3:0-Sieg der Bayern in Dortmund am 23. November 2013
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Foto: Getty
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Ist das so einfach?
In den Goldenen 70er- Jahren der Bayern brauchen wir nicht nachzuschauen. Die ganz Großen wie Maier, Beckenbauer, Schwarzenbeck, Breitner, Hoeneß oder Gerd Müller kamen aus München oder der näheren Umgebung. Ähnliches traf auf den großen Rivalen Gladbach mit den „Fohlen“ Netzer, Vogts oder Heynckes zu.
Ausnahme: 1980 kaufte Bayern den Gladbachern aus strategischen Gründen den Flügelflitzer Calle del Haye weg – um ihn in München auf die Tribüne zu setzen...
Der HSV konnte sich dagegen Anfang der 80er Jahre noch relativ unbehelligt zum Bayern-Gegenspieler aufschwingen. Jedenfalls ist nicht bekannt, dass Magath, Kaltz oder Hrubesch Millionen-Angebote aus München ausgeschlagen hätten...
Erst anschließend begann man bei Bayern, in großem Stil in der Bundesliga zu „wildern“.
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Um andere zu schwächen? Oder sich selbst zu stärken? Hätten die Bayern etwa auf Kahn und Scholl (aus Karlsruhe), Matthäus und Effenberg (aus Gladbach), Basler und Klose (aus Bremen) verzichten sollen?
Ein einziges Mal gab eine Groß-Aktion gezielt gegen einen Konkurrenten. Als Dortmund Mitte der 90er immer stärker wurde, machten die Bayern den Leistungsträgern Sammer, Reuter und Freund Phantasie-Angebote.
Der BVB wollte dagegenhalten, legte noch mehr Geld auf den Tisch, brachte sein Gehalts-Gefüge komplett durcheinander. Es gab zwar noch Erfolge – und einen finanziellen Niedergang, der fast im Konkurs geendet hätte.
Gibt es heute Spuren solch gezielter Aktionen?
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Robert Lewandowski Irres Versteckspiel am ersten Bayern-Tag
Die dicksten Transfers innerhalb der Bundesliga waren Neuer (mindestens 27,5 Millionen) und Götze (37 Millionen). Beide sind für Bayern Riesen-Verstärkungen. Nicht nur Star-Trainer Felix Magath behauptet aber, sie hätten Schalke und Dortmund in eine Krise gestürzt.
Mit weniger Getöse (und Folgen) wechselten innerhalb der Bundesliga nur noch Dante (Gladbach), van Buyten (HSV) und Mandzukic (Wolfsburg).
Weitere spektakuläre Transfers wurden im Ausland getätigt: Ribéry (Marseille), Robben (Real), Martinez (Bilbao), Thiago (Barcelona), Shaqiri (Basel).
Als Eigengewächse müssen gelten: Contento, Badstuber, Schweinsteiger, Müller, Alaba, Lahm und Kroos.
Das alles klingt nach einer ziemlich professionellen und erfolgsorientierten Transfer-Politik.
Und jetzt noch Lewandowski! Sein Vertrag läuft aus, er kostet keine Ablöse. Bayern hatte alle Möglichkeiten, Dortmund keine Chance. BVB-Boss Watzke schätzt realistisch ein: „Ein völlig normaler Vorgang.“
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Foto: dpa
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Was er sagen will: Nicht nur der FC Bayern, sondern auch die Spieler haben die Bundesliga im Griff. Mario Götze verlängerte im März 2012 seinen Vertrag in Dortmund bis 2016 und gab nur Monate später seinen Wechsel nach München bekannt.
Auf Schalke hat Julian Draxler bis 2018 verlängert – bei einer festgeschriebenen Ablöse von 45,5 Millionen. Es gibt jedoch niemanden, der wetten würde, dass Draxler Silvester 2018 in Gelsenkirchen feiern wird. Es geht nur noch darum, wie teuer die Schalker ihn abgeben (müssen).
Letztlich, „bettyschlange77“, sind es die Spieler und ihre Berater, die den Turbo-Kapitalismus im Profi-Fußball mehr und mehr beschleunigen. Weil sie die Macht haben, die Vereine gegeneinander auszuspielen. Sogar mehr noch als der FC Bayern...



FCB_general napisao:Uglavnom... Sve što je dobro kratko traje. Pa tako i Borussia Dortmund. Ekipa se lagano raspada bez ikakvih avionskih nesreća poput onih u periodu između 50-ih i 80-ih, srčanih i ostalih tragičnih nesreća, niti su rezultatski radikalno posrnuli, niti odlaze u bankrot...
Turbo kapitalizam ih ubija totalno.
UltrasMentalita napisao:Aj bola Miki libo me tuki za Borussiu žižku !!!
UltrasMentalita napisao:Aj bola Miki libo me tuki za Borussiu žižku !!!



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